🦊 Angriff der Füchse – Berliner Vierbeiner in Gefahr
5/4/20262 min read


In Reinickendorf attackiert ein Fuchs Hunde und ihre Besitzer. Ein Tier wurde bereits getötet. Was steckt dahinter – und was sollten Hundebesitzer jetzt wissen?
Berlin ist bekannt für viele Dinge: Currywurst, Clubkultur, Baustellen, die nie fertig werden. Aber jetzt kommt ein neues Thema dazu: aggressive Füchse, die es auf Hunde abgesehen haben. Klingt nach einem schlechten Witz – ist aber bitterer Ernst.
Was ist passiert?
Im Nordberliner Bezirk Reinickendorf, rund um die Brusebergstraße und Klamannstraße, kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Angriffen eines Fuchses auf Hunde und deren Besitzer. Der traurige Höhepunkt: Ein Hund wurde durch einen Angriff getötet.
Die Anwohner sind beunruhigt – und das zu Recht. Denn Füchse gelten eigentlich als scheu. Was also ist da los?
Die Erklärung: Nachwuchs im Bau
Berlins Wildtierbeauftragter Derk Ehlert hat sich die Sache persönlich angeschaut – und zwar in der Nacht von Freitag auf Samstag, mehrere Stunden lang vor Ort. Sein Befund: Der Fuchs ist weder krank noch tollwütig. Er folgt schlicht seinen tierischen Instinkten.
Der Grund: Im Fuchsbau, der sich offenbar in einem Gebäude direkt neben einem viel genutzten Park befindet, liegen Jungtiere – wahrscheinlich sogar zwei Würfe. Das bedeutet für die Fuchseltern:
🍖 Mehr Jagddruck – mehr Mäuler wollen gestopft werden
🛡️ Erhöhter Beschützerinstinkt – wer dem Bau zu nahe kommt, wird als Bedrohung wahrgenommen
Kurz gesagt: Der Fuchs macht nur seinen Job als Elternteil. Leider auf Kosten der Hunde im Viertel.
Warum trifft es vor allem kleine Hunde?
Das ist kein Zufall. Ehlert erklärt: Kleine Hunde, die sich unangeleint in Büschen verstecken, können von einem jagenden Fuchs mit Beute verwechselt werden – vor allem, wenn sie kleiner sind als der Fuchs selbst.
Und Reinickendorf hat dabei eine besondere „Besonderheit", wie Ehlert es nennt:
„Wir haben hier in der Gegend auch die Besonderheit, dass dort auffällig viele Menschen mit kleinen Hunden wohnen, die natürlich für einen Fuchs interessanter sind."
Chihuahua-Besitzer: Ihr seid gemeint. 🐾
Was tun, wenn der Fuchs angreift?
Ehlert hat klare Empfehlungen für Hundebesitzer:
✅ Hund auf den Arm nehmen – weg aus dem Gefahrenbereich
❌ Nicht nach dem Fuchs treten – einige Füchse haben gelernt, sich in der Großstadt zu behaupten, und wehren sich dann
Und die gute Nachricht für alle, die sich Sorgen um Tollwut machen: Füchse sind in Deutschland seit Jahren tollwutfrei. Wer gebissen wird, weil er seinen Hund schützt, muss sich also keine Sorgen um eine Infektion machen.
Wann entspannt sich die Lage?
Laut Ehlert sollte sich die Situation spätestens im Juli beruhigen – wenn die Fortpflanzungszeit der Füchse vorbei ist und der Nachwuchs selbstständig wird. Bis dahin gilt: Augen auf im Kiez, Hund anleinen und kleine Vierbeiner lieber im Arm tragen, wenn man in der Nähe des Parks unterwegs ist.
Und noch etwas: Umsiedeln ist übrigens keine Option. Füchse sind territoriale Tiere – wer sie woanders aussetzt, schafft nur an einem anderen Ort Probleme.
Fazit: Natur trifft Großstadt
Rund 4.500 Füchse leben in Berlin. Die meisten bleiben unauffällig. Aber wenn Nachwuchs im Spiel ist, werden selbst die scheusten Tiere zu entschlossenen Verteidigern. Das ist keine Bedrohung – das ist Natur. Nur halt mitten in der Stadt.
Also: Leine dran, Augen auf – und dem Fuchs seinen Raum lassen.
Quelle: Tagesspiegel, Nick Wilcke, 24. April 2026
CANIVERA | Inh. Michael Schönherr
Oversand 30 | 21217 Seevetal
info@canivera.de
Telefon +49 (040) 76 11 63 27
Telefax +49 (040) 76 11 63 28


